Monats-Archive: Februar 2011

Weisendorf – das fränkische Garmisch?

 

 

Wer gestern in Presse, Funk und Fernsehen die Meldungen über den Schulsportplatz, die Klagen der Anwohner und die daraus resultierende Schließung des Schulsportplatzes für die Kinder und Jugendlichen des ASV verfolgt hat, ist zu Recht empört!

 

Vermisst haben wir bei dieser Berichterstattung jeglichen Hinweis auf die vorangegangenen Vorkommnisse und Ereignisse, die die Anlieger zu einem solchen Schritt bewogen haben, denn dann wird klar, dass dieser letzte Schritt nur das traurige Ergebnis einer verfehlten Politik von Bürgermeister Tritthart ist.

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Das alte Kinderlied:  „Ist ein Kind in Brunnen gefallen, hab es hören plumsen, wäre es nicht hineingefallen, wäre es nicht ertrunken“ schildert genau den Verlauf der mittlerweile fast 2 Jahre andauernden Streitigkeiten zwischen den Anwohnern und der Gemeindeverwaltung.

 

Die Rechnung zahlen jetzt, wie so oft, die Kinder. Die Schuldigen stehen als vermeintliche Opfer im Rampenlicht. Anstatt Konfliktmanagement hat die Mehrheit von CSU und der Unabhängigen Wählergemeinschaft Buch-Nankendorf (UWG-BN) – ohne Kompromisse – die Grundlage für diese Situation mit der damaligen Abstimmung am 16.3.2009 geschaffen. Leider sind die schlimmsten Erwartungen (aller Oppositionsfraktionen) von damals heute eingetroffen.

 

Der damalige Kommentar zur Gemeinderatssitzung am 16.3.2009 noch einmal zum Nachlesen:

 

 

Erweiterung des Schulsportplatzes – Ein Eigentor für die CSU?

 

In der Gemeinderatssitzung am 16.03.09 stand auf der Tagesordnung die Erweiterung der Schulsportanlage, mit Zustimmung zum Bauantrag, Vergabe der weiteren Architektenleistungen und Ausschreibung der Bauarbeiten. Eigentlich eine Routineabstimmung ohne große Wortmeldungen und Diskussionen, da die Erweiterung des Sportplatzes von der großen Mehrheit im Gemeinderates (17:3) bereits bei der Sitzung im Februar beschlossen wurde. Es gab auch im Vorfeld keinerlei Unterlagen zu diesem Tagesordnungspunkt. Nachdem einige Kollegen im Gemeinderat bereits skeptisch waren, ließen sie sich den erst am Donnerstag vor der Sitzung zur Verfügung stehenden Bauantrag in der Verwaltung vorlegen und fanden einige Unstimmigkeiten, die auch den anderen Gemeinderäten der Opposition zu denken gaben.

 

Z. B. steht auf dem Beiblatt zum Bauantrag unter geplanter Nutzung:

Neben dem bisher bereits stattfindenden Schulsport sind folgende weitere Nutzungen vorgesehen:

1) An den Wochentagen Montag bis Freitag bis höchstens 22.00 Uhr regelmäßige Nutzung für den Trainingsbetrieb des ASV Weisendorf, Abteilung Fußball

2) Samstag bis höchstens 18.00 Uhr regelmäßige Nutzung für Schüler und Jugendfußballspiele, gelegentlich Altherren-Fußballspiele

3) Sonntags innerhalb der Regelzeiten regelmäßige Nutzung für die Spiele der A- und B-Jugendmannschaft.

Zusätzlich wurde die Installation einer Flutlichtanlage mit 6 jeweils 16 m hohen Flutlichtmasten.

 

Diese geplante Nutzung schreckte natürlich auch die direkten Anwohner auf. Denn mit dieser geplanten Nutzung findet an 7 Tagen in der Woche Trainings- und Spielbetrieb genau vor deren Nase statt, was eine erhebliche Lärmbelästigung besonders bei Spielen bedeutet.  Der Abstand von der Spielfeldkante bis zur Häuserfassade beträgt zwischen 30 – 34 Meter.

Außerdem befürchten die Anwohner eine beträchtliche Ausweitung des Trainings- und Spielbetriebes, der dann auch in den Wintermonaten dank Flutlicht an allen Wochentagen stattfinden kann.

 

Bei der Sitzung am Montag versuchten verschiedene Gemeinderäte die CSU und auch Bürgermeister Tritthart zum Einlenken und zu einem Kompromiss zu bewegen. Ohne Erfolg. Bürgermeister Tritthart, der sich der Mehrheit mit CSU und UWG-BN sicher war, bestand auf der Abstimmung über den Bauantrag mit diesen geplanten Nutzungen damit das Landratsamt jetzt prüfen kann, welche Nutzung möglich ist. Danach sei man aber selbstverständlich bereit über eine geänderte Nutzung zu beraten, die auch die Belange der Anwohner berücksichtigt. Warum kann man dann nicht gleich im Vorfeld einen Schritt in diese Richtung tun, damit die Anwohner sehen, dass der Bürgermeister nicht nur das Wohl des ASV, sondern auch das Wohl der Bürger und direkten Anwohner im Auge hat? Mehrere Gemeinderäte sprachen auch mit dem Jugendleiter des ASV, der bestätigte, das diese intensive Nutzung des Schulsportplatzes von der ASV-Jugend eigentlich nicht benötigt wird.  Trotzdem kein Einlenken von Seiten der CSU! Nach langen Diskussionen fand die Abstimmung – ohne Änderung des Bauantrages  – mit 13 : 8 statt.

 

Wen- außer natürlich die Mitglieder der CSU – wundert es, dass aufgrund dieser fehlenden Bereitschaft zur Kooperation aus den Reihen der CSU, unterstützt von der UWG B-N und zwei Mitgliedern der FWW, die aufgebrachten Anwohner nun alle rechtlichen Mittel ausschöpfen wollen, um eine Einschränkung der Nutzung zu erreichen. Was vorher mit einem Kompromiss – ohne weitere Streitereien und Querelen – möglich gewesen wäre, muss jetzt evtl. auf höherer Ebene entschieden werden. Das Ergebnis ist offen und kann auch eine Einschränkung des bereits jetzt stattfindenden Trainingsbetriebes bedeuten.

 

Es bleibt die Frage offen, ob die CSU mit ihrer absoluten Mehrheit und der Unnachgiebigkeit in dieser Angelegenheit dem ASV und damit besonders der ASV-Jugend wirklich genutzt hat?

 

Wollen wir hoffen, dass doch noch ein Einlenken und eine zufriedenstellende Nutzungsvereinbarung zwischen Gemeinde, ASV und den Anwohnern möglich ist, damit die geplante Erweiterung der Schulsportanlage für die ASV-Jugend durchgeführt werden kann.

 

Karoline Schmidt

 

 

Waldfriedhof Weisendorf, freier Zugang zum WC in der Aussegnungshalle

Zur Sitzung am 14.2. stellte die Bürgerliche Wählergemeinschaft den Antrag

 

„Waldfriedhof Weisendorf

Freier Zugang zum WC in der Aussegnungshalle mittels automatischer Türöffnung“

 

              Nachzulesen unter:  wc-turoffner_waldfriedhof_28012011

 

Das Problem „verschlossenes WC am Waldfriedhof“ wurde bereits vor ca. einem Jahr bei den Bürgeranfragen von der Bürgerlichen Wählergemeinschaft angesprochen, mit der Bitte um eine Öffnung der permanent geschlossenen WC-Tür. Leider ist bis heute nichts geschehen. Wir wurden wiederholt von Bürgerinnen und Bürgern darauf angesprochen, deshalb haben wir diesen Antrag mit einem praktikablen und finanzierbaren Lösungsvorschlag gestellt.

Von der Verwaltung bzw. Herrn Bürgermeister Tritthart wurde uns mitgeteilt, dass dieses Thema gemäß § 12 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 2 NR. 2 a) der Geschäftsordnung für den Gemeinderat zu den Aufgaben zählt, die der 1. Bürgermeister in eigener Zuständigkeit erledigt. Einer Behandlung in der Gemeinderatssitzung kann deshalb nicht entsprochen werden.

Nachdem dieses Thema also zur „Chefsache“ erklärt wurde,  hoffen wir, dass jetzt eine praktikable Lösung von der Gemeindeverwaltung umgesetzt wird.

Wir werden auf jeden Fall das Thema im Sinne der Friedhofsbesucher weiter verfolgen.

 

Walter Ferbar, Günther Vogel, Karoline Schmidt